Ofen / Kaminofen Begriffe
Begriffserklärung
Was ist Bauart 1 (BA1)?
Kaminöfen müssen lt. DIN 18891 mit einer selbstschließenden Tür ausgerüstet sein, wenn die Türöffnung größer als 0,05 m² ist.
Da in Deutschland die Mehrfachbelegung eines Schornsteins erlaubt ist, ist dort die Bauart 1 vorgeschrieben, um eine Gefährdung von Personen in anderen, an den Schornstein angeschlossenen Wohneinheiten zu vermeiden.
Was ist Bauart 2 (BA2)?
Bauart 2 bedeutet keine selbstschließende Tür.
Was sagt der Wirkungsgrad aus?
Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der Energie des eingesetzten Brennstoffs für die Raumheizung zur Verfügung steht. Ein hoher Wirkungsgrad spart teuren Brennstoff und schont die Umwelt.
Welche Wirkungsgrade werden erreicht?
Der Wirkungsgrad eines offenen Kamins liegt bei nur rund 10%. Die Europäische Norm schreibt mind. 70 % Wirkungsgrad für Kaminöfen vor. In Österreich ist ein Mindestwirkungsgrad von 78% vorgeschrieben.
Was ist die Nennwärmeleistung?
Das ist die lt. EN (Europäische Norm) ermittelte "Normalheizleistung". Auf diese Heizleistung ist der Ofen geprüft und mit dieser Leistung wird auch das Raumheizvolumen ermittelt
Was ist die minimale Heizleistung?
Diese entspricht (in etwa) der halben Nennwärmeleistung laut Prüfung (Schwachlastbetrieb).
Was ist die maximale Heizleistung?
Das ist die maximal erzielbare Heizleistung, die allerdings nur kurzfristig eingesetzt werden darf (Überlastungsgefahr!).
Was sagt das Raumheizvermögen aus?
Das Raumheizvermögen gibt an, wie viele m³ Raum mit einer gewissen Heizleistung (in kW) erwärmt bzw. beheizt werden können. Die Angabe des Raumheizvermögens soll dem Kunden eine Entscheidungshilfe beim Kauf seines Kaminofens geben. Die Räume sollen nicht überheizt werden, sollen aber andererseits durch den Ofen schnell erwärmt werden können.
Wie wird das Raumheizvermögen ermittelt?
Das Raumheizvermögen wird nach DIN 18893 angeben,
und zwar jeweils für günstige und ungünstige Bedingungen. Für die
Ermittlung wird die Nennwärmeleistung herangezogen.
Was sind günstige und ungünstige Heizbedingungen?
Günstige und ungünstige Heizbedingungen lassen sich folgendermaßen beschreiben:
günstige Heizbedingungen:
Nur eine Außenwand mit max. 5 m Seitenlänge, der Fußboden sowie eine Innenwand mit max. 5 m Seitenlänge grenzen an unbeheizte Nebenräume und alle anderen Wände (inkl. Decke) grenzen an beheizte Räume.
weniger günstige Heizbedingungen:
Nur eine Außenwand mit max. 5 m Seitenlänge, der Fußboden grenzt an einen beheizten Raum und alle anderen Wände (inkl. Decke) grenzen an unbeheizte Räume.
ungünstige Heizbedingungen:
Zwei Außenwände, zwei Innenwände sowie Decke und Fußboden grenzen an unbeheizte Nebenräume.
Was sind die Tripelwerte für den Schornsteinfeger?
Diese 3 Werte werden vom Schornsteinfeger benötigt, um eine Schornsteinberechnung durchzuführen:
- Abgasmassenstrom (geschlossen)
- Mindestförderdruck bei Nennwärmeleistung (geschlossen)
- Abgastemperatur
Holz - die einzige nachwachsende Energiequelle der Welt. Vollgepumpt mit der Kraft der Sonne spendet es behagliche Wärme an kalten Tagen und in frostigen Nächten.
Was spricht eigentlich für Heizen mit Holz?
Holz ist der Inbegriff für erneuerbare Energie,
macht unabhängig von fossilen Brennstoffen (Erdöl, Erdgas, Kohle),
bietet Versorgungssicherheit und bleibt bei richtigem Abbrand komplett
in den biologischen Kreislauf integriert.
Auch bei den Kosten schneidet Holz im Vergleich mit anderen Brennstoffen sehr gut ab.
Wie schneidet Holz als Energieträger ab?
Ein Raummeter (= ca. 500 kg) trockenes Laubholz hat
den gleichen Heizwert wie ca. 200 Liter Heizöl EL (extra leicht), 370
kg Braunkohlebriketts oder 200 m³ Erdgas.
Trockenes Laubholz hat ca. 3,9 kWh/kg Heizwert.
Welches Holz eignet sich für Kaminöfen?
Unbehandeltes, trockenes Holz, wobei sich (harzarmes) Hartholz (Buche, Eiche, Birke) durch ein besonders ruhiges Flammenbild auszeichnet.
Was darf in einem Kaminofen verbrannt werden?
Scheitholz und Holzbriketts.
Wird nicht zugelassenes Brennmaterial verbrannt, so erlischt die Garantie und Schäden am Gerät sind zu befürchten.
Was darf in einem Kaminofen nicht verbrannt werden?
Gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz, Sperrholz, Spanplatten, Papier, Karton, Papierbriketts, Kunststoffe, Verpackungsmaterial, Müll!
Welche Einheiten für Holzmengen gibt es?
1 Festmeter (fm) = 1 m³ feste Holzmasse
1 Raummeter (rm) = 1 m³ geschichtete Holzscheiter (Länge 1 m)
1 Schüttraummeter (Srm) = 1 m³ geschüttete Holzscheiter
Sind Kaminöfen umweltverträgliche Heizgeräte?
Absolut! Wer beim Heizen mit Holz ein paar Grundregeln beherzigt und einen Kaminofen verwendet, der in Sachen Verbrennungstechnik dem neuesten technischen Stand entspricht, kann guten Gewissens die wohlige Wärme eines Kaminofenfeuers genießen. Als schnelle Wärmequelle bieten Kaminöfen wie kaum ein anderes Heizgerät die Möglichkeit, umweltbewusst zu heizen. Ihre flexible, rasche Einsatzfähigkeit erspart vor allem in den Übergangszeiten den Dauerbetrieb eines trägen Heizsystems (Zentralheizung mit Radiatoren, Fußbodenheizung, Kachelofen). Das schont die Umwelt.
Warum ist Holz ein umweltfreundlicher Brennstoff?
Die saubere Verbrennung von Holz entspricht dem gleichen chemischen Prozess wie die natürliche Verrottung. D.h., das freigesetzte CO2 (Kohlendioxyd) belastet den ursprünglichen CO2-Haushalt der Atmosphäre nicht zusätzlich. Der Brennstoff Holz wurde daher von der deutschen "Enquête-Kommission zum Schutz der Erdatmosphäre" mit der Emissionskennzahl „Null“ bewertet. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern (Erdöl, Erdgas, Kohle) ist Holz als CO2-neutraler Brennstoff an der Entstehung des Treibhauseffektes unbeteiligt!
Wann ist Holz trocken?
Trockenes Holz ist Holz mit einer Restfeuchte unter 15 % bzw. einem Wassergehalt unter 13 %. Dies lässt sich durch gute Lufttrocknung bei einer Lagerdauer von 2 Jahren erreichen.
Wie erkenne ich trockenes Holz?
Am besten, man misst den Feuchtigkeitsgrad mit einem Messgerät. Als Hinweise gelten auch, dass trockenes Holz leichter ist als feuchtes, sich wärmer anfühlt und sich die Rinde bei trockenem Holz leicht entfernen lässt.
Warum soll man nicht mit feuchtem Holz heizen?
-
Je feuchter das Holz, desto niedriger sein Heizwert. Das Wasser im Holz muss zuerst verdampfen, wozu schon jede Menge Energie nötig ist; und für wohlige Wärme bleibt dann nicht mehr viel übrig.
-
Durch den Wasserdampf wird die Verbrennungstemperatur herabgesetzt, es bildet sich Ruß, der sich im Feuerraum und auf den Kaminofen-Scheiben als hartnäckiger, schwarzer Belag anlegt.
-
Die Emissionen nehmen zu, weil Schadstoffe unverbrannt durch den Schornstein ziehen.
Wie sieht richtiges Brennholz aus?
Rundes Holz ist mindestens einmal zu spalten, damit es besser anbrennt. Idealmaße für Brennholz: 33 cm lang, Durchmesser des gespaltenen Scheits nicht über 7 cm. Die Größe hängt allerdings auch vom Feuerraum ab: manche Modelle vertragen auch 50 cm Scheite, besonders kleine Feuerräume funktionieren besser mit 25 cm Scheiten.
Wie wird Holz richtig gelagert?
Je besser der Holzstapel durchlüftet ist, umso rascher trocknet das Holz.
Deshalb sollten die Holzscheite schichtweise gelagert werden.
Das Holz darf nicht rundum mit Plastikplanen abgedeckt werden. Frisches Holz kann darunter nicht trocknen. Wird Holz in einem geschlossenen Raum gelagert, muss ein dauernder Luftaustausch gewährleistet sein
Was ist ein Außenwandanschluss?
Bei einem Außenwandanschluss wird die Verbrennungsluft für die Feuerstätte von außen zugeführt. Man spricht auch von einem externen Luftanschluss bzw. von raumluftunabhängigem Betrieb.
In welchen Fällen sollte ein Kaminofen raumluftunabhängig betrieben werden?
Üblicherweise wird die Verbrennungsluft eines Kaminofens dem Aufstellraum entnommen. In folgenden Fällen sollte die Verbrennungsluft jedoch von außen zugeführt werden und damit die Feuerstelle raumluftunabhängig betrieben werden:
- wenn es sich um eine besonders dichte Gebäudehülle handelt und daher kein ausreichender Luftwechsel für die Feuerung zur Verfügung steht (Feuerungen, die auch offen betrieben werden, benötigen z.B. 360 m³ Luft / h je m² Feuerungsöffnung!). Dies ist besonders bei modernen, energiesparenden Gebäuden der Fall.
- wenn eine Dunstabzugshaube und ein Kaminofen gleichzeitig betrieben werden sollen
- wenn eine kontrollierte, mechanische Wohnraumlüftung vorliegt
Wie sollte der Außenwandanschluss durchgeführt werden?
Der Anschlussdurchmesser darf nicht reduziert werden. Außerdem sollte mit so kurzen Leitungen wie möglich angeschlossen werden. Richtwerte: bis zu 3 m max. 2 x 90° Knie; bis zu 4 m max. 1 x 90° Knie; ab 4,5 m Querschnitterhöhung (auf 100 bzw. 150 mm) notwendig
Wie lange braucht ein Kaminofen, um den Raum zu erwärmen?
Die Zeit, die ein richtig dimensioniertes, kaltes Heizsystem braucht, um einen kühlen Raum (ca. 15°C) auf Zimmertemperatur (ca. 21°C) aufzuheizen: (Durchschnittswert)
| Kaminofen | 0,25 – 0,50 h |
| Zentralheizung mit Radiatoren | 0,50 – 1,00 h |
| Kachelofen | 4,00 – 6,00 h |
| Fußbodenheizung | 6,00 – 8,00 h |
Ein Kaminofen heizt also schnell. Kühlt er nach dem Feuer auch schnell aus?
Wenn er nicht mit einem zusätzlichen Wärmespeicher ausgerüstet ist, kühlt der Ofen innerhalb von 1 – 2 h ab. Mit dem patentierten Heat Memory System von Austroflamm lässt sich allerdings schnelle Wärme mit Speicherung (bis zu 9 h!) kombinieren
Erklärung von Begriffen
A
Abstand zu Möbelstücken: Der Abstand, der zwischen
Ofen und Möbeln einzuhalten ist. Die stärkste Wärme wird durch das Glas
der Tür abgegeben.
Aschenkasten:Hier wird die Asche aus dem Ofen aufgefangen.
Aschentopf: Hier wird die Asche aus dem Ofen aufgefangen, die später unter Einsatz eines Ascheimers herausgesaugt werden kann.
Automatik: HWAM bietet als einziger Hersteller eine Vorrichtung zur
automatischen Regelung der Luftzufuhr zum Ofen an. Einen optimalen
Wirkungsgrad erreicht man im Prinzip durch exakte Regelung der Zuluft
in allen Phasen des Verbrennungsvorgangs (s. Abschnitt über
‚Automatik’).
B
Befüllen mit Brennstoff: Dies erfolgt beim Anheizen
des Ofens (Einlegen von Anmachholz in den Feuerraum) bzw. beim
Nachlegen von Holzscheiten. In der Gebrauchsanweisung ist aufgeführt,
wie viel Kilogramm Holz jeweils nachgelegt werden sollten.
Bodenplatte: Befindet sich unter dem Ofen brennbares Material wie z. B.
ein Holzfußboden, besteht die Vorschrift, eine Platte
dazwischenzulegen. Diese muss die in der Gebrauchsanweisung aufgeführte
Größe aufweisen. Bodenplatten gibt es in verschiedenen Ausführungen –
je nach Ofenmodell und Einrichtungsstil.
Brennbares Material: Hierunter fallen alle entzündlichen Materialien
wie Holzwände, Leichtbauwände mit Holztragekonstruktion usw.
D
DAPO: Diese Bezeichnung steht für den dän.
Herstellerverband ‚Foreningen af danske producenter af pejse og
brændeovne’. Ihm gehören 5 dänische Hersteller von offenen Kaminen und
Kaminöfen an.
DS-Zulassung: Vor Inkrafttreten der EN waren die Öfen nach der dän.
Norm Dansk Standard (DS) zugelassen. Sie wurde durch die europäische
Norm abgelöst.
E
F
Frischluftsystem: Für die meisten HWAM Kaminöfen
wird ein System angeboten, mit dem sich Außenluft zuführen lässt. Es
gibt zwei unterschiedliche Anlagen. Bei der einen wird Luft in den Raum
geleitet, sodass im Zimmer stets ein ausgeglichenes Verhältnis
herrscht. Die andere Anlage ist geschlossen, d. h., Frischluft wird
ausschließlich der Automatik zugeführt. Das Wichtigste ist jedoch, dass
immer genügend Luft in dem Zimmer ist, wo der Kaminofen steht.
K
Konvektionsofen: Ein solcher Ofen verteilt die
Wärme über die gesamte zu beheizende Fläche, sodass das ganze Haus
behaglich warm wird. Durch Kanäle im Ofen steigt die Wärme nach oben
und verteilt sich zu den Seiten hin, um als abgekühlte Luft wieder
eingesaugt zu werden. Dadurch wird die Wärme gleichmäßig verteilt. Der
Blechmantel eines Konvektionsofens wird nicht so heiß wie ein
gewöhnlicher Ofen, weshalb Möbel näher herangerückt werden können.
kW: Hierbei handelt es die Abkürzung für kW. Faustregel: Fläche in
einem Haus mit einer Deckenhöhe von 2,40 m, die mit 1 kW beheizt werden
kann: 25 m² bei erstklassiger, 20 m² bei guter, 15 m² bei
befriedigender und 10 m² bei schlechter Wärmedämmung (Ca-Angaben).
L
Lichte Weite im Schornstein: Damit ist die Größe
der Züge im Schornstein gemeint. Bei den meisten Schornsteinen beträgt
sie Ø 15 cm.
N
Nennwert für Zug: Damit wird der Zug im Schornstein nach dem Anmachen bezeichnet, wenn normale Betriebsbedingungen herrschen.
P
Pa: Diese Abkürzung steht für die Maßeinheit Pascal, mit der sich der Zug im Schornstein angeben lässt. Gemessen wird mit elektronischen Instrumenten oder mittels einer Wassersäule.
Primär- und Sekundärluft: Um die Leistung des Ofens
ausnutzen zu können, muss Luft für die Verbrennung zugeführt werden.
Während der Anheizphase strömt Primärluft durch den Schüttelrost im
unteren Teil des Feuerraums. Sie tritt durch Kanäle unten im Ofen ein,
angesaugt durch den Zug im Schornstein. Während des normalen Betriebs
wird Sekundärluft über dem Feuer eingeleitet, das zum Verbrennen der
Rauchgase dient.
R
Rauchrohr: Es dient als Zwischenstück zwischen
Kaminofen und Schornstein. Das Rauchrohr kann sich hinter oder auf dem
Ofen befinden, direkt in den Schornstein gehen oder nach oben geführt
werden.
Rauchleitblech: Damit die Hitze im Ofen in Heizenergie umgewandelt
wird, werden sie um 1 bis 2 Rauchleitbleche im Ofen herumgeleitet, um
Konvektionswärme abzugeben.
Regulierschieber: Damit kann die Wärmeleistung des Ofens zwischen MIN
und MAX eingestellt werden. Normalerweise befindet er sich in einer
festen Position, entsprechend der Verhältnisse in dem Raum bzw. den
Räumen, der/die beheizt werden soll/en. Die Automatik regelt die
Luftzufuhr.
Rohrstutzen: Eine Öffnung, auf die das Rauchrohr aufgesteckt wird, das
den Rauch zum Schornstein leitet. Der Durchmesser beträgt in der Regel
15 cm.
S
Scheibenspülung: Hierbei handelt es sich um einen
Luftkanal, aus dem vorgewärmte Luft über die Scheibe strömt, die das
Absetzen von Ruß verhindert. Bei einigen HWAM Modellen kommen diese
Luftströme aus drei Richtungen, nämlich von beiden Seiten und von oben.
Schüttelrost: Damit lässt sich Asche durch Schütteln vom Feuerraum in den Aschenkasten bzw. -topf befördern.
Senotherm-Farbe: Der Kaminofen ist mit einer hitzefesten Farbe namens
Senotherm überzogen. Mit dieser Farbe, die beim Fachhändler erhältlich
ist, lassen sich Schäden wie Schrammen oder Rost ausbessern.
Speckstein: Diese Gesteinsart findet als Kaminofenverkleidung
Verwendung. Verkleiden lassen sich etliche Teile des Kaminofens,
nämlich Sockel, obere Deckplatte oder auch der gesamte Ofen (s.
Sortimentsübersicht). Speckstein wird aus Finnland und Südamerika
importiert.
V
Vermiculit/Skamolex/Skamol: Die Auskleidung des
Feuerraums besteht bei den meisten Kaminöfen aus feuerfesten Steinen
bzw. einem der 3 o. a. Isoliermaterialien. Bei den meisten Öfen findet
Skamol Verwendung, da es 6 bis 8-mal bessere Isoliereigenschaften als
feuerfeste Steine aufweist.
W
Wandfutter: Das ist ein Metallring, der in den Schornstein eingemauert wird, um das Rauchrohr aufzunehmen.
Wärmeleistung: Damit wird die Leistung des Kaminofens in Kilowatt (kW) angegeben.
Z
Zierabdeckung: Dabei handelt es sich um einen Ring, der sich zur Verbesserung der Optik auf den Ofen legen lässt.
Zug im Schornstein: Damit der Kaminofen optimal funktionieren kann,
muss ein guter Schornstein mit ausreichendem Zug vorhanden sein. Ein
guter Schornstein mit Werten zwischen 12 bis 14 Pa ist sozusagen der
‚Motor’ des Ofens.
Tipps für das Anzünden/ Befeuern
Anleitung zum Befeuern mit Brennholz
Beim ersten Befeuern ist behutsam vorzugehen, da die
Materialen im neuen Ofen erst ‚eingebrannt’ werden müssen. Der Lack
härtet erst beim ersten Betrieb des Ofens aus. Dabei ist die Tür ganz
vorsichtig zu öffnen, da sonst die Dichtungen am Lack kleben bleiben.
Da der Lack starke Gerüche entwickeln kann, ist für gute Raumbelüftung
zu sorgen. Achten Sie bitte darauf, die Tür mit dem mitgelieferten
Handschuh während der ersten 2 bis 3 Heizdurchgänge nicht zu berühren,
da der Lack noch nicht vollständig ausgehärtet ist.
Regulierung der Luftzufuhr
Bei der Regulierung der Primärlüftung (durch den
Feuerrost aufsteigende Luft) lässt sich der Schieber ganz nach links
(MIN) bzw. rechts (MAX) setzen. Während die Primärluft durch den
Feuerrost aufsteigt, strömt die Sekundärluft durch die Öffnungen an der
rückwärtigen Platte ein. Die Luft für die ‚Scheibenspülung’ bestreicht
die Scheibe von oben und den Seiten.
Anmachen des Ofens
Der Regulierschieber für Primär- und Sekundärluft wird im Uhrzeigersinn in die MAX-Position gebracht.
Nun ist Anmachholz einzulegen, das von der Menge her etwa 2 bis 3
Scheiten entspricht (ca. 2 kg). Nun sind 2 Kaminanzünder unter die
obere Schicht Anmachholz zu legen. Zünden Sie das Ganze an und warten
Sie, bis sich das Feuer ausgebreitet hat.
Nach dem Anzünden kann sich innen an der Scheibe Kondenswasser
abschlagen. Um dem zu begegnen, wird die Tür für ca. 30 Sekunden etwa 5
cm weit geöffnet, bis die Scheibe wieder klar ist. Wenn das Anmachholz
gut brennt, wird der Regulierschieber in Mittelposition gebracht.
Sollten dabei die Flammen zu erlöschen drohen, wird er wieder in
MAX-Position gebracht, bis das Feuer gut brennt. Danach wird der Hebel
wieder in Mittelposition gebracht. Lassen Sie das Anmachholz
ausbrennen, bis keine Flammen mehr sichtbar sind, bevor Sie Holz
nachlegen.
Zu beachten! Während der Anheizphase und beim Betrieb des Ofens muss
der Aschenkasten stets ganz eingeschoben sein, weil sonst die
automatische Luftregulierung nicht richtig arbeitet.
Die Tür darf nur zum Anmachen, Nachlegen von Brennholz und Herausnehmen der Asche geöffnet werden.
Befeuern
Wenn keine gelben Flammen mehr zu sehen sind und
eine ausreichende Glutschicht vorhanden ist, kann Brennstoff nachgelegt
werden. Das ist der Fall, wenn die Holzscheite zerfallen und die Glut
am Schüttelrost hell aufleuchtet. Legen Sie 2 bis 3 weitere Holzscheite
bis zu jeweils 1 kg in den Ofen. Weitere Einstellungen sind wegen der
Automatik entbehrlich. Die Temperatur lässt sich jedoch mithilfe des
Regulierschiebers regeln (+/-). In der MIN-Position (links) wird die
Verbrennung gedrosselt, wodurch sich die Brenndauer verlängert. In der
MAX-Position (links) wird die Verbrennung dagegen verstärkt, wodurch
sich die Brenndauer verkürzt.
Warten Sie mit dem Nachlegen, bis die Glutschicht entsprechend abgenommen hat.
Da der Kaminofen außen sehr heiß wird, ist Vorsicht geboten.
Allgemeines zur Ofenbefeuerung
Schnelle oder starke Hitze
Sie lässt sich durch Nachlegen vieler kleiner Holzscheite erreichen.
Höchste Leistung
Folgende Mengen dürfen pro Stunde höchstens nachgelegt werden:
Höchste Leistung Nachlegeintervalle bei Nennwärmeleistung
Holzscheite 3,0 kg 60 Min.
Braunkohlenbriketts 2,4 kg 60 Min.
Bei Überschreiten dieser Mengen kann der Kaminofen Schaden nehmen, was
nicht unter die Garantie fällt. Der Kaminofen ist nicht für
Dauerbetrieb zugelassen.
Lange Brenndauer
Sie wird erreicht, wenn wenige, große Holzscheite
(mindestens jedoch 2) aufgelegt werden, wobei der Schieber auf MIN
stehen muss. Die längste Brenndauer wird erreicht, wenn die der
Regulierschieber in MIN-Position steht. Bei langsamer Verbrennung kann
die Scheibe u. U. verrußen.
Die mitgelieferte Abdeckplatte trägt ebenfalls zur Verlängerung der
Brenndauer bei. Sie ist so einzubringen, dass sie etwa 8 mm über dem
Schüttelrost sitzt, wodurch sich die Primärluft gleichmäßig im unteren
Teil des Feuerraums verteilt.
Zu geringe Luftzufuhr oder zu wenig Holz
Wird die feuerfeste Auskleidung des Feuerraums bei
Betrieb schwarz, ist das ein Zeichen dafür, dass die Verbrennung
unzureichend ist und die Automatik nicht optimal arbeitet. In diesem
Fall ist die Luftzufuhr mittels Schieber zu öffnen und ggf. mehr Holz
nachzulegen.
Verschiedene Arten Brennstoffe
Zur Verfeuerung empfehlen sich Birken- oder
Buchenholzscheite, die mindestens 1 Jahr überdacht im Freien gelagert
wurden. In Räumen gelagertes Holz wird leicht zu trocken, weshalb es zu
schnell verbrennt.
Braunkohlenbriketts entwickeln viel Hitze und manche Sorten dehnen sich
so stark aus, dass sich die Verbrennung kaum regulieren lässt.
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